Dres.med. Andreas Spiegl, Agnes Bitterlich; Ulrike Plail, Alexander Baur
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Einführung

Daseinsvorsorge ist heutzutage für uns alle selbstverständlich. Mit Alters-, Kranken-, Feuer- und Diebstahlversicherungen tragen wir Vorsorge dafür, daß die finanzielle Belastung im Ernstfall so gering wie möglich ist. Unser Auto bringen wir regelmäßig zur Inspektion, um es auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.
Aber mal ehrlich, wann haben Sie denn die letzte vorsorgliche Gesundheitsuntersuchung machen lassen? Merkwürdigerweise verhalten sich die meisten von uns, was ihre Gesundheitsvorsorge betrifft, wie der Vogel Strauß. “Das ist ja immer unangenehm und überhaupt, das kostet mich zuviel Zeit”, wenden auch Sie vielleicht jetzt ein. Auf die meisten Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen trifft das aber nicht zu. Ihr Zeitaufwand beispielsweise für die “Check-up” genannte Gesundheitsuntersuchung ist deutlich geringer als die für einen Friseurbesuch. Wartezeiten entstehen meist nicht. Die durchzuführenden Untersuchungen wie die Ganzkörperuntersuchung und Blut- und Harnanalysen tun auch nicht weh.

 

“Aber bringt das denn überhaupt was?”

Diese Frage können wir nur mit einem uneingeschränkten Ja beantworten. Unbehandelter Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte können zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen.
Dabei reichen oft schon kleine Verhaltensänderungen, insbesondere der Ernährung, aus, um bestehende Risikofaktoren zu mindern.
Die Gesundheitsuntersuchung dient dazu, Ihre möglichen individuellen Risikofaktoren zu finden und einen individuellen Fahrplan zu ihrem Abbau zu erstellen.

“Aber mir tut doch nichts weh”, werden Sie jetzt vielleicht denken.

Wie schön für Sie. Aber damit es auch so bleibt, sollten Sie gleich einen Termin für die Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen vereinbaren. Denn es ist wichtig, diese Untersuchungen dann zu machen, wenn noch nichts weh tut. Bösartige Tumore sind durchaus heilbar, wenn sie schon im beschwerdefreien Stadium, also frühzeitig erkannt werden.
Wir Ärzte möchten Sie über die Möglichkeiten der unkomplizierten Gesundheitsvorsorge und Krebsfrüherkennung informieren. Dabei wenden wir uns auch besonders an jene, die sich nicht in ständiger ärztlicher Behandlung befinden. Helfen Sie uns dabei. Werben Sie bei Verwandten und Bekannten für den Gedanken der Vorsorge.

Ab 35 zur Gesundheitsuntersuchung

Ihr Auto bringen Sie regelmäßig zur Inspektion. Das ist vernünftig und bewahrt Sie vor bösen Überraschungen. Eine ähnliche Funktion hat die Gesundheitsuntersuchung, die Ihnen die gesetzlichen Krankenkassen seit 1989 anbieten. Diese Check-up genannte Gesundheitsuntersuchung können Sie in jedem zweiten Jahr in Anspruch nehmen, wenn Sie 35 Jahre oder älter sind.
So wie die Inspektion bei Ihrem Auto die Fahrtüchtigkeit Ihres Wagens erhalten hilft, indem notwendige Wartungen vorgenommen werden, so dient der Check-up der Vermeidung von Krankheiten und damit der Erhaltung Ihrer Lebensqualität. Deshalb ist diese Gesundheitsuntersuchung vor allem für die Mitbürger gedacht, die noch nicht krank sind oder sich nicht krank fühlen.

 

Bevor der Schmerz kommt

Gerade die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Zuckerkrankheit oder Nierenerkrankungen stellen sich schleichend ein und machen anfänglich keine Beschwerden. Aber Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Bundesrepublik noch immer die Todesursache Nummer 1.
Das Zusammenspiel von Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel ist einer der Hauptfaktoren für die Entstehung des Herzinfarktes. Doch einen erhöhten Blutfettgehalt merken Sie gar nicht, und anfänglich fühlt man sich mit erhöhtem Blutdruck pudelwohl.
Mit relativ einfachen und wenig belastenden Untersuchungen können wir feststellen, ob bei Ihnen Risikofaktoren erkennbar sind oder sich schon zu einer Krankheit verdichtet haben.

 

Wenig Aufwand für viel Gesundheit

In einem ausführlichen Eingangsgespräch erläutern Sie mit uns eventuell bestehende Erkrankungen bei Ihnen oder in der Familie und Ihren persönlichen Gesundheitszustand. Dann erfolgt eine Ganzkörperuntersuchung, zu der natürlich auch das Blutdruckmessen gehört. Ihre Blutprobe bestimmt Blutzucker und Cholesterin. Der Urin-Streifen-Test fahndet nach Hinweisen für Nierenkrankheiten. Ein Ruhe-EKG schließt sich eventuell an. In einem abschließenden Gespräch werden die erhobenen Befunde mit Ihnen besprochen und eventuell notwendige Maßnahmen erörtert.

Vorsorgen ist besser als Heilen

Eine Auswertung der bisher erfolgten Gesundheitsuntersuchungen hat ergeben, daß bei jedem zweiten Teilnehmer eine Erkrankung oder Risikofaktoren festgestellt wurden, die bis dahin noch nicht bekannt waren. Am häufigsten wurden erhöhte Blutfettwerte festgestellt.
Doch ziehen Sie jetzt nicht die falsche Konsequenz! Dieses Ergebnis sollte nicht Angst machen, sondern sehen Sie es als Chance. Denn frühzeitig erkannt, können die meisten Risikofaktoren durch bloße Verhaltensänderungen ausgeräumt werden, ohne daß Sie gleich Ihr ganzes Leben umkrempeln müssen.

 

Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35)
Wer: alle Versicherten ab dem vollendeten 35. Lebensjahr
Wann: jedes DRITTE Jahr (Neu-Regelung der Krankenkassen seit 01.04.2019)
Was:
  1. Anamnese (Krankheitserhebung): Erhebung der Eigen-, Familien- und Sozialanamnese, insbesondere Erfassung des Risikoprofils
  2. Klinische Untersuchung (vollständige körperliche Untersuchung)
  3. Laboratoriumsuntersuchungen
    • Untersuchungen aus dem Blut:
      Gesamtcholesterin, Blutzucker
    • Untersuchungen aus dem Urin:
      Eiweiß, Blutzucker, Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit (Harnstreifentest)
  4. Ausführliche Beratung und gegebenenfalls Therapie

Aktuelles

>>Wir begrüßen sehr herzlich Fr.Lisa Hoffmann, mittlerweile Fachärztin für Allgemeinmedizin, nach ihrer Elternzeit wieder in unserem Team und freuen uns für uns und unsere PatientInnen auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit!

>> Aufgrund der stark nachgelassenen Nachfrage beenden wir vorerst unsere regelmäßigen Corona-Impfungen und bitten Sie, sich diesbezüglich an die Impfzentren zu wenden.

>>Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie herzlich bitten, organisatorische und nicht-dringliche Terminwünsche möglichst NACHMITTAGS auf unseren Anrufbeantworter zu sprechen. Unsere Mitarbeiterinnen werden der schieren Masse an Anrufen vor allem am Vormittag nicht mehr Herr und dringliche medizinische Anliegen werden so u.U. verzögert bearbeitet! Wir bitten Sie insgesamt auch um Geduld und Freundlichkeit in diesen schwierigen Zeiten: Wir arbeiten seit Anbeginn der Pandemie, aber besonders jetzt anhaltend über unsere Belastungsgrenzen hinaus. Wenn wir durchhalten sollen geht das nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und einem höflichen Miteinander!

>> Unsere Praxen dürfen weiterhin nur mit FFP-2-Masken betreten werden !

>>Wir tun weiterhin alles dafür, um Sie auch in Zeiten der Corona-Pandemie kontinuierlich und sicher versorgen zu können. Durch eine sorgfältige Vor-Anamnese per Telefon im Rahmen der Terminvereinbarung ist unsere Regel-Sprechstunde komplett infektfrei, täglich mehrmals in unseren Betriebsstätten finden am Ende der Regel-Sprechstunde eigene Infektsprechstunden statt. Mittlerweile konnten wir unsere bekannt kurzen Wartezeiten nochmals optimieren, jeder Patient kann nun in der Regel unmittelbar in ein separates Behandlungszimmer gebeten werden. Sorgfältige Belüftung der gesamten Praxis und kontinuierliche Flächendesinfektion verstehen sich weiterhin von selbst. Das gesamte Praxispersonal trägt bei PatientInnenkontakt selbstverständlich FFP-2-Masken.

>> Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie die Praxis möglichst nur MIT TERMIN! betreten, aber auch dann nicht, wenn Sie an einem Infekt der oberen Luftwege, erhöhter Temperatur, Fieber, Gliederschmerzen oder an Übelkeit oder Durchfall leiden oder Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten.
Bitte informieren Sie uns unbedingt vorab telefonisch über Ihren Terminwunsch, den wir im Rahmen unserer INFEKT-SPRECHSTUNDE einplanen.
Bitte betreten Sie die Praxis immer mit FFP-2-Maske.

>> Bitte nutzen Sie- sollten Sie ein anderes Anliegen als einen Sprechstundentermin bei uns haben- wenn irgend möglich unsere Angebote wie unseren Anrufbeantworter (Durchwahl -0), Rezept-Anrufbeantworter (Durchwahl -11) sowie unsere App Patmed®, mit der Sie unkompliziert per Messenger mit uns Kontakt aufnehmen können, Ihre Befunde abrufen können und nun auch sogar Ihre Rezepte bestellen können.
So können wir unser Ziel, die Infektionsgefahr in Innenräumen für Sie und uns zu minimieren, erreichen, indem sich nur wenige Patienten zur gleichen Zeit in der Praxis aufhalten. Bitte haben Sie Verständnis, dass bei zu hohem Patientenaufkommen PatientInnen ohne Termin leider aus der Praxis gebeten werden müssen!

>PatMed ist die einzige und von uns empfohlene App, mit der sich unsere Patienten auf datensicherem Weg direkt mit unserer Praxis und ihrer elektronischen Karteikarte (Arztbriefe, Medikamentenplan, Laborergebnisse) verbinden können, um ihre Daten abzurufen, aber auch, um z.B. Termine anzufragen oder Folgerezepte zu bestellen. Eine intergrierte Messenger-Funktion erlaubt eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit uns, egal, welches Anliegen Sie haben. Die PatMed-App gibt es in den einschlägigen Stores (GooglePlay, AppStore) zum Herunterladen. Bis September 2020 ist diese App kostenfrei, im Anschluss kostet sie 3,49 Euro/Jahr- unsere Praxis verdient nichts daran, diese App ist als Service für Sie als unsere Patienten geplant. Wenn Sie sich dafür entschieden haben bekommen Sie von uns in der Praxis ein Registrierungs-Dokument. QR-Code scannen und Sie können datensicher loslegen!